The Beauty and the Beast

Der Inselstaat Indonesien befindet sich in einer instabilen atektonischen Zone und wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Trotz der Bedrohungen durch Erdbeben, Tsunamis und Vulkane sind einige der Inseln dicht besiedelt. Die Böden, insbesondere in der Nähe von Vulkanen, sind sehr fruchtbar und ermöglichen in Zusammenhang mit dem tropischen Klima eine intensive landwirtschaftliche Nutzung. Viele Menschen leben in Gebieten, die von der Regierung als höchste Gefahrenzone deklariert sind.

Von den spektakulären Ereignissen, die eine Naturkatastrophe mit sich bringt, fühlen sich einige Menschen angezogen. Zu den zerstörten Dörfern, nahe des Vulkans Merapi, der zuletzt bei einem Ausbruch 2010 Todesopfer forderte, werden tägliche massenhaft Touristen in Jeeps gefahren. Schilder zu Fluchtwegen sieht man überall, insbesondere in von westlichen Touristen besuchten Orten. Mancherorts gibt es alle paar Meter sogenannte Tsunami-​Warnknöpfe, mit denen das Hotelpersonal Alarm auslösen kann. Dafür gibt es ein Zertifikat : “Tsunami-​Ready”

Während Touristen sich unbefangen an tsunamigefährdeten Stränden sonnen, versuchen internationale Forscherteams den Naturgewalten empirisch auf die Spur zu kommen. Einige Indonesier vertrauen jedoch lieber den traditionellen Schamanen, die die Natur– und Tierwelt auf ihre eigene Art interpretieren.


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