Texas Saigon

Krieg bestimmte 30 Jahre die Geschichte Vietnams im 20. Jahrhundert. Das US Militär schickte zwischen 1965 und 1973 mehrere hunderttausend Soldaten nach Südostasien. Der Grund war, den kommunistischen Einfluss im Land einzudämmen. Vietnam war in einen kommunistischen Norden und den pro-​Amerikanischen Süden aufgeteilt. 1975 gewann der Norden den Krieg und die letzten US Soldaten verließen das Land. 40 Jahre später sind die Spuren des Krieges immer noch sichtbar. Man findet Kriegstouristen, die die alten Schlachtfelder und die von den Viet-​Cong ausgegrabenen Tunnel besichtigen. Es gibt einen Markt, auf dem Militaria aus dem Vietnamkrieg verkauft und gefälscht wird. Die Folgen des Einsatzes von „Agent Orange“, einem Entlaubungsmittel, verursacht nach wie vor Behinderungen und wird auch in 3 Generationen noch die Menschen beeinflussen. Während des Krieges warfen US Luftstreitkräfte 7 Millionen Tonnen Bomben über Vietnam ab, viele Blindgänger, auch von Landminen, sind immer noch unter der Erde. Die USA hat den Krieg zwar verloren aber der Kapitalismus hat inzwischen auch in Vietnam Einzug gehalten. Wir schauen auf ein Land, dass sich außenpolitisch in den neunziger Jahren geöffnet und nun einen wachsenden westlichen Einfluss zu verzeichnen hat. 40 Jahre nach dem Ende des bewaffneten Konflikts sind die Absurdität und die Konsequenzen des Krieges nach wie vor sichtbar.


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